Der kanadische Premierminister Mark Carney ist überzeugt, dass sein Land seine Position als wichtigster Lieferant von Kalidünger für die USA behaupten wird – trotz der Aussagen von US-Präsident Donald Trump, wonach Washington diese Produkte künftig auch aus Belarus beziehen wolle.
„Wir liefern pünktlich und zu den niedrigsten Kosten, schätzungsweise 80 oder 75 Prozent der Kalidüngermenge, die die Vereinigten Staaten verbrauchen. Das werden wir auch weiterhin tun“, erklärte Carney am Rande der 81. Sitzung der UN-Generalversammlung in New York.
Carney betonte, dass das Produkt „weltweit gefragt“ sei und Kanada „ein zuverlässiger Lieferant mit wettbewerbsfähigen Preisen“ bleibe. Zugleich erklärte er, Ottawa sei „bereit, eine Intensivierung der Zusammenarbeit“ mit Washington in diesem Bereich zu prüfen. Damit reagierte der kanadische Regierungschef auf Trumps frühere Aussage, die USA würden Kalidünger gern günstiger aus Belarus beziehen als aus Kanada.
Anfang dieses Monats teilte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko mit, dass sein Land die USA bereits mit Kalidünger beliefere. Zugleich wies er darauf hin, dass Belarus nicht sofort große Mengen liefern könne, weil die Produktionskapazitäten durch bestehende Aufträge gebunden seien, berichtet TASS.