Fast 3,9 Millionen Nutzfahrzeuge sind in Deutschland zugelassen. Weil die Fahrzeuge im Durchschnitt immer älter werden, zeigen sich bei der Hauptuntersuchung weiterhin erhebliche Probleme. Etwas mehr als jedes fünfte Nutzfahrzeug (20,3 Prozent) fiel zuletzt mit „erheblichen“ oder sogar „gefährlichen“ Mängeln bei der TÜV-Hauptuntersuchung durch. Das geht aus dem neuen Nutzfahrzeug-Report des TÜV-Verbands hervor. Die Mängelquote hat sich zuletzt kaum verändert. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter der Fahrzeuge weiter an. Es liegt inzwischen bei 8,9 Jahren – ein Jahr mehr als im TÜV-Report von 2017. Der neue Report basiert auf 2,37 Millionen Hauptuntersuchungen aus den Jahren 2024 und 2025. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Was am häufigsten kaputt war

Die Schwachstellen an den Fahrzeugen sind nach Aussage von Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, seit Jahren bekannt: „Ölfeuchte und Ölverlust nehmen mit steigendem Alter der Fahrzeuge zu. Austretendes Öl belastet die Umwelt und bei einem Unfall kann es brandbeschleunigend wirken. Besonders häufig werden Mängel an der Beleuchtung beanstandet, vor allem der hinteren.“

Während bei Kleintransportern bis 3,5 Tonnen und schweren Lkw ab 18 Tonnen bei fast 22 Prozent der Hauptuntersuchungen „erhebliche“ oder sogar „gefährliche“ Mängel festgestellt wurden, waren es bei mittleren Lkw zwischen 7,5 und 18 Tonnen lediglich 16,3 Prozent. Bei leichten Lkw von 3,5 bis 7,5 Tonnen fielen bei 19,8 Prozent der Hauptuntersuchungen Mängel auf.

Mehr als 3,8 Millionen Nutzfahrzeuge in Deutschland gemeldet

Dem TÜV-Report zufolge ist die Zahl der in Deutschland zugelassenen Nutzfahrzeuge zuletzt Jahr für Jahr gestiegen. Zu Beginn des laufenden Jahres waren demnach knapp 3,9 Millionen solcher Fahrzeuge gemeldet – ein Anstieg von 34 Prozent seit 2017. 3,38 Millionen davon sind Kleintransporter bis 3,5 Tonnen. Während der Bestand an Lastwagen zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen zwischen 2017 und 2026 um 13 Prozent sank, nahm er bei Lastern über 7,5 Tonnen im selben Zeitraum um sechs Prozent zu.